Die Arbeiten der in Kalkutta wohnhaften Künstlerin Suhasini Kejriwal präsentieren eine komplexe Welt bunter Visionen und rästelhafter Lebensformen, die sich zwischen natürlichen und wunderlichen, entzückenden und albtraumhaften Eindrücken bewegt. Im Jahr 2006 schloss Kejriwal ihr Studium am Londoner Goldsmith’s College mit dem Master of Fine Arts ab und nahm als Finalistin am britischen Celeste Art Prize teil. Ein Jahr später setzte Sie sich erstmals mit der figürlichen Darstellung von Skulpturen auseinander. Ihre Kakteen aus Mischtechnik überschneiden sich mit bunten Blättern und schwarzen Stacheln. In ihrer Malerei verknüpft sie Musterelemente mit dichtem Pflanzenwachstum. Zunächst versteckte Insekten und Tiere von ungewöhnlichem Ausmaß tauchen aus dem wirren Dschungel auf. Nirgends lässt Kejriwal den Blick des Zuschauers Ruhe finden. Wo eine Pflanze, eine Blume oder ein Lebewesen aufhört, tritt eine weitere in Erscheinung. Dieses konstante Überangebot von Sinneseindrücken zwingt den Betrachter, seinen Rezeptionsprozess zu verlangsamen und gewohnte Wahrnehmungsmuster abzulegen.

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