In ihren Bildern und Installationen zeigt Prajakta Potnis ein tiefes Interesse an den Ähnlichkeiten und Unterschiede von menschlicher Haut und städtischen Mauern.
Sie will die Neugierde auf die verborgenen Grenzen zwischen innerem und äußerem Raum, sowohl in Bezug auf den Menschen als auch auf Wände und Mauern, wecken.
Das Leben in einer Großstadt verlangt nach beidem – eine harte äußere Schale, ein Schutz, der einen durch das turbulente Leben begleitet und wörtlich die gebauten Häuserwände und Stadtmauern.
Wie die menschliche Haut, so steht auch die Mauer als Grenze zwischen Innen und Außen. Sie sind Schutz nach beiden Seiten, gleichzeitig sind sie aber auch verletzlich und angreifbar. Diese Dichotomie steht im Interessenfeld von Prajakta und so richtet sie ihre Aufmerksamkeit auf Narben, Wunden und Irritationen, und eröffnet einen ganz neuen, ungewöhnlichen Blick auf etwas, das scheinbar bekannt ist.
Angefangen hat Prajakta mit einer genauen Analyse ihrer eigenen Haut, ihrer Beschaffenheit und Makel, um anschließend ihr Augenmerk auf echte Mauern und Wände zu richten. In ihren Arbeiten beginnen genau diese schützenden Wände zu bröckeln, sie bekommen Risse und lösen gleichsam Unbehagen und eine Neugierde auf verborgene Räume aus. Über diesen Prozess wird der Betrachter in neue, teils verwirrende Welten geführt, in denen er seine Sehgewohnheiten überdenken muss.
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